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Backups gegen Ransomware vorbereiten

Trennung, Unveränderbarkeit und regelmäßige Wiederherstellungstests für kleine Betriebe.

Geprüft am · Redaktion Cyberschutz.io

Inhalt

Kurzantwort

Ein Backup schützt nur dann vor Ransomware, wenn Angreifer es nicht mitverschlüsseln oder löschen können. Halten Sie mindestens eine Kopie getrennt oder unveränderbar vor und testen Sie die Wiederherstellung regelmäßig.

Schritt für Schritt

  1. 01

    Wichtige Daten und Systeme bestimmen

    Welche Daten brauchen Sie, um weiterzuarbeiten? Typisch sind Buchhaltung, Kundendaten, Projektdateien, Shop-Datenbank und E-Mails.

  2. 02

    3-2-1-Prinzip anwenden

    Drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Medien, davon eine außer Haus beziehungsweise getrennt vom Netzwerk.

  3. 03

    Backups trennen oder unveränderbar machen

    Nutzen Sie offline gelagerte Datenträger oder Speicher mit Unveränderbarkeits- beziehungsweise Versionierungsfunktion. Ein dauerhaft verbundenes Netzlaufwerk reicht nicht.

  4. 04

    Zugänge zum Backup schützen

    Verwenden Sie für die Backup-Verwaltung eigene Zugangsdaten mit MFA, getrennt von den normalen Administratorkonten.

  5. 05

    Cloud-Dienste einbeziehen

    Auch bei Cloud-Diensten wie E-Mail oder Dokumentenablage ist eine eigene Sicherung sinnvoll; die Aufbewahrungsfristen der Anbieter sind oft begrenzt.

  6. 06

    Wiederherstellung testen

    Spielen Sie regelmäßig einzelne Dateien und mindestens einmal jährlich ein ganzes System zurück und messen Sie, wie lange das dauert.

Checkliste

  • Kritische Daten und Systeme dokumentiert
  • Mindestens eine getrennte oder unveränderbare Kopie
  • Backup-Zugänge mit MFA und eigenen Konten
  • Cloud-Daten in die Sicherung einbezogen
  • Wiederherstellung zuletzt getestet am: ____
  • Zuständigkeit für Backups benannt

Typische Fehler

  • Synchronisierung mit einem Backup verwechseln – gelöschte oder verschlüsselte Dateien werden mit synchronisiert.
  • Die Backup-Festplatte dauerhaft angeschlossen lassen.
  • Nie testen, ob die Wiederherstellung tatsächlich funktioniert.
  • Dieselben Admin-Zugangsdaten für Systeme und Backup verwenden.

Häufige Fragen

Wie oft sollten wir sichern?

So oft, wie Sie Datenverlust verkraften können. Wer täglich wichtige Daten erzeugt, sollte mindestens täglich sichern.

Reicht ein Cloud-Speicher als Backup?

Nur, wenn er Versionen aufbewahrt und vor Löschung durch kompromittierte Zugänge geschützt ist. Reine Synchronisation ist kein Backup.

Wie lange sollten Backups aufbewahrt werden?

Angreifer sind teils länger unbemerkt im Netzwerk. Mehrere Generationen über einige Wochen erhöhen die Chance auf eine saubere Version. Beachten Sie zudem gesetzliche Aufbewahrungspflichten.

Verlangen Versicherer Backups?

Viele Cyberversicherer fragen im Antrag nach Datensicherungen. Welche Anforderungen gelten, steht in den jeweiligen Bedingungen.

Quellen

Geprüft am 06.10.2026.